Sich zuspachteln, sich zukleistern; verputzen (wörtlich). Ein sehr ausdrucksstarkes, umgangssprachliches Verb, das auf zwei völlig unterschiedlichen Ebenen funktioniert. Wörtlich ist es ein normaler Bau- und Handwerkerbegriff, der das Verputzen einer Wand mit Gips oder Mörtel bezeichnet. Im Alltagsslang dient das Wort jedoch als spöttische, bildhafte Metapher für das Auftragen einer übermäßig dicken Schicht Make-up, Foundation oder Puder im Gesicht (она полчаса штукатурилась — »sie hat sich eine halbe Stunde lang zugespachtelt«).
У стены стоит фифа мазливая, дублирует себя в зеркало и губы штукатурит.
An der Wand lehnt eine aufgeputzte Tussi, bewundert ihr Spiegelbild und schminkt sich die Lippen.
(Анатолий П. Злобин, Рассказ на чай, 1998)
Входит Яна и, видя некоторую мою растерянность по поводу соотношения гламура на фотографиях и в жизни, говорит: извините, я сегодня без макияжа (вежливая, ветеранов уважает, называла до конца на «вы»). на фотках, конечно, она, но лицо — очень сильно наштукатурено и отфотошоплено.
Yana kommt herein und, als sie meine Verwirrung über den Unterschied zwischen Glamour auf Fotos und im wirklichen Leben sieht, sagt sie: Entschuldigung, ich bin heute ohne Make-up (höflich, respektiert Veteranen, sprach mich bis zum Ende mit »Sie« an). Auf den Fotos ist sie natürlich zu sehen, aber das Gesicht ist sehr stark geschminkt und gephotoshoppt.
(Ветеран ВЛКСМ @ sextalk.ru, 04/2011)