Zimmermann, 1847: f., die Wache, der Wächter. Schmiere stehen, Wache halten, bei einem Diebstahl Wache halten. Jom schmiere, f., der Tag- und Leileschmiere, f., der Nächtwächter.
Fröhlich, 1851: f. der Wächter der Militärposten, namentlich aber die beim nächtlichen Einbruche oder überbaupt beim Schrank- und Nachschlüsseldiebstahl ausgestellte Wache, um auf jede sich etwa nähernde Gefahr Acht zu geben, und die im Innern des Gebäudes oder der Wohnung befindlichen Diebe zeitig davon zu benachrichtigen. Wenn, z. B. ein Gewölbwächter zu observiren ist, so stellt sich ein solcher Wachehaltender an einem verdeckten, ihn den Blicken Anderer entziehenden Ort auf, und dies ist dann eine betuche Schmiere. Schmiere f. das Wachtgebäude, die Militär-, die Polizeiwache. Eine Schmiere aufstellen, eine Wache aufstellen beim Diebstahl. (Dies ist eine Prärogatie des Balmassematten).
Bischoff, 1916: s. o. sch’mîre, schemîre.