Fetzen

Fetzen

Liber Vagatorum, 1510: arbeiten.

Krünitz’ Encyclopädie, 1820: todtstechen.

v. Train, 1833: arbeiten, todtstechen.

Zimmermann, 1847: schneiden; einen Kracher fetzen oder absetzen, einen Diebstahl durch Abschneiden des Koffers vom Wagen verüben. Üblich sind auch die Zusammensetzungen anfetzen, und zerfetzen, zerschneiden.

Fröhlich, 1851: v. schneiden, stechen, durchschneiden, entzweischneiden, abschneiden, losschneiden, z. B. die Koffer von den Reisewagen. Kappore fetzen, Jemanden durch Stich- oder Schnittwunden ums Leben bringen.

Anton, 1859: arbeiten, todtstechen.

Bischoff, 1916: Lumpen, Kleider (Kundensprache), s. o. Brocken.

Bischoff, 1916: 1. machen (Gaunersprache; von ital.: feci, ich machte; vgl. lat.: facere); 2. zerfetzen, Fetzen machen; 3. prügeln (Gaunersprache).

Rothwelſch, die Pille